Die Spurenanalytik / Spurenanalyse
Die Spurenanalytik ist ein chemisches Verfahren für den
Nachweis spezifischer Substanzen.
Sie stellt eine Präzisierung der Instrumentellen Analytik
dar, die mit optischen, spektroskopischen,
chromatographischen sowie elektroanalytischen
Verfahrensweisen die Konzentration von Stoffen ermittelt.
Die Spurenanalytik ist in der Lage, die schädigende Wirkung
spezifischer Stoffe beziehungsweise Stoffgruppen selbst im
Promillebereich und somit verschwindend geringe Mengen
nachzuweisen.
Vor jeder Spurenanalyse ist es notwendig, unerwünschte
Bestandteile der Proben, die die Analyse stören, zu
beseitigen oder zu kompensieren.
Man spricht hierbei von chemischen Interferenzen, die nicht
in die Experimente einfließen sollen. Anschließend wird die
chemische Analyse der ausgewählten Substanzen mit
verschiedensten Methoden vorgenommen.
Je nachdem, welche Stoffe erforscht werden, unterscheidet
man zwischen der anorganischen und der organischen
Spurenanalytik.
Erstere beschäftigt sich mit der Analyse anorganischer
Substanzen. Unter diese Kategorie fallen alle
Stoffverbindungen, die keine Kohlenwasserstoffketten
enthalten.
Als effektive Verfahren für die anorganische Spurenanalyse
haben sich Trennungsgänge etabliert. Hierbei werden
unbekannte Lösungen mit ausgewählten Reagenzien in
Stoffgruppen aufgespalten. Die Trennung erfolgt durch
Niederschläge. Heraus gefiltert werden Kationen, Anionen,
anorganische, aber auch physikalische Summengrößen. Ein
Beispiel hierfür ist die Bestimmung des pH-Wertes. Die
Leitfähigkeit von Metallen kann durch die anorganische
Spurenanalytik ebenfalls ermittelt werden.
Die organische Spurenanalytik hingegen fokussiert sich auf
den Nachweis organischer Spurenstoffe wie zum Beispiel
Lösemittel und Pestizide. Sie ist erst in den letzten Jahren
bedeutungsvoll geworden und eignet sich für die Ermittlung
bestimmter Stoffgruppen. Ein Verfahren für die Analyse der
gewünschten Substanzen ist die Chromatographie mit ihren
verschiedensten Arten. Mit der Gaschromatographie werden
Gasgemische oder Stoffgruppen, die verdampfen können, in
einzelne chemische Verbindungen aufgespalten. Die
Flüssigkeitschromatographie bewirkt eine Trennung der
Substanzen durch Adsorption an feinkörnigem Kieselgel, das
als dünne Schicht auf einem Träger angebracht ist.
Die Microcoulometrie als eine weitere Form der anorganischen
Analyse kann Substanzen wie auf Grundlage des
Faraday-Gesetzes nachweisen. Auf diesem Wege lassen sich
selbst geringste Mengen von Chloriden ermitteln.
Fluoreszenzfilter
Sowohl die organische als auch die anorganische
Spurenanalytik haben sich durch diese vielfältigen und
akkuraten Untersuchungsmethoden vor allem in ökologischen
und kriminologischen Untersuchungsbereichen etabliert. (bubre)
(t4s)
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